SC 1929 Waldgirmes

WNZ 3 Fragen 3 Antworten mit Hüsni Tahiri

WNZ 3 Fragen 3 Antworten mit Hüsni Tahiri

wnz„Mir hat die Wertschätzung gefehlt“

Tahiri über seinen Wechsel zum SC Waldgirmes

VON BENJAMIN HOFMANN

Auf den ersten Blick ist der Wechsel von Hüsni Tahiri zu Fußball-Verbandsligist SC Waldgirmes nicht unbedingt nachvollziehbar.

Schließlich trug der 30-Jährige in der Vorsaison das Trikot des Hessenliga-Vierten SV RW Hadamar – und hatte mit 15 Toren und zehn Vorlagen maßgeblichen Anteil an dieser Top-Platzierung. Der Deutsche mit kosovarischen Wurzeln, der aus Plettenberg im Sauerland kommt, aber demnächst nach Gießen ziehen wird, bestätigt das im Gespräch mit dieser Zeitung: „Sportlich gesehen ist es vielleicht ein Rückschritt, ja.“ Doch der Rechtsfuß, der für die Sportfreunde Siegen in der Spielzeit 2005/06 sogar einen Einsatz in der zweiten Liga, aber immer wieder Verletzungspech hatte, sagt auch: „Die Leute in Waldgirmes haben sich sehr um mich bemüht. Und in Hadamar hat mir manchmal die Wertschätzung gefehlt.“

?Herr Tahiri, eine Woche Vorbereitung mit dem SC Waldgirmes ist vorbei. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?

Hüsni Tahiri: Es war anstrengend, wir sind viel gelaufen, haben aber auch einiges mit Ball gemacht. Aber für den Anfang war es gut. Trainer Peter Bätzel, das ganze Drumherum, die Mannschaft, das macht einen klasse Eindruck. Beim ersten Test gegen den FSV Braunfels (2:3, Anm. d. Red.) haben alle ihre Einsatzzeiten bekommen, ein paar haben noch gefehlt.

?Sie haben sich in der Hessenliga einen Namen als vielleicht bester „Zehner“ gemacht. Mit Verlaub: Warum wechseln Sie dann zu einem Absteiger?

Tahiri: Die Leute in Waldgirmes haben sich sehr um mich bemüht. Ich hatte drei tolle Jahre in Hadamar, wir sind ja auch 2011 aus der Verbandsliga aufgestiegen. Aber mir hat schon ein bisschen die Wertschätzung gefehlt, ohne da jetzt irgendjemand persönlich angreifen zu wollen. Ich muss nicht jeden Tag in den Arm genommen werden, möchte aber schon, dass Leistung anerkannt wird. Ausdrücklich von dieser Kritik ausnehmen will ich Sponsor Jochem Brötz. Natürlich habe ich, als ich in Verhandlungen stand, immer gehofft, dass der SCW die Klasse hält. Ich wollte aber auch nicht bis auf den letzten Drücker warten und habe dann zugesagt. Auch für die Verbandsliga.

?Aus der Sie sicher bald wieder hoch wollen. Was ist drin in der Lahn aue?

Tahiri: Es ist schwer, das jetzt schon zu sagen. Natürlich wollen wir aufsteigen, aufsteigen will doch im Endeffekt jeder. Der Verein gehört definitiv in die Hessenliga, aber ob wir das in dieser Saison schon packen, muss man sehen. Es ist für uns am besten, von Spiel zu Spiel zu schauen. Am Ende werden wir dann sehen, was dabei rauskommt.

Wetzlarer Neue Zeitung vom Dienstag, 2. Juli 2013

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