SC 1929 Waldgirmes

Geschichte des SC 1929 Waldgirmes

Altes LogoGeschichte des SC 1929 Waldgirmes

Als eigenständiger Verein existierte der 1929 als Sportgemeinde (SG) gegründete Fußballclub zunächst nur knappe vier Jahre. Der Fußballverein schloss sich unmittelbar nach Gründung der westdeutschen Arbeitersportbewegung an, die nach der Regierungsübernahme der Nationalsozialisten verboten wurde. Daraufhin wurde im TV 05 Waldgirmes eine Fußballabteilung geschaffen, zu der einige Aktive des ehemaligen Vereins stießen. 1938 gelang dort immerhin die B-Liga-Meisterschaft.

Die Wiederbegründung erfolgte bereits im Sommer 1945, ehe sich Mitte 1948 der “Fußballclub” (FC) von der SG abspaltete und sogar vor dem Stammverein in die A-Klasse aufstieg. Die SG zog sportlich nach, so dass bereits zwei Jahre nach der Trennung zwei Vereine aus der nur knapp 2.500 Einwohner zählenden Gemeinde Waldgirmes in der A-Liga “kickten”, die mit der heutigen Bezirksliga vergleichbar war.

Im Sommer 1952 kam es zur “Wiedervereinigung” beider Vereine; der neugeschaffene Club nannte sich fortan SC (Sportclub) und gehörte nur 12 Monate nach dem Zusammenschluss der II. Amateurliga Süd an, die im Volksmund auch als Bezirksklasse bezeichnet wurde, vom Niveau her aber zwischen heutiger Landes- und Bezirksoberliga anzusiedeln war. Nach fünfjähriger Zugehörigkeit stieg der SC 1958 in die A-Klasse ab, in der er, nach einer stagnierenden Phase, 1964 Meister wurde. Wegen der Fußballgebietsreform stieg der SC aber erst über den Umweg einer überkreislichen A-Liga, in der man ebenfalls die Meisterschaft errang, 1965 in die Bezirksliga Süd des Bezirks Gießen/Marburg auf.

Einen wichtigen Pfeiler in der Geschichte des Vereins setzte der SCW Ende Juni 1970, als er in die Gruppenliga Mitte aufstieg, die seit 1978 Landesliga heisst. Seinen zweiten Abstieg in der Vereinsgeschichte 1975 verkraftete der SC gut und kehrte nur drei Jahre später in die Landesliga Mitte zurück. Dort wurde er mit wechselnden Erfolgen gewissermaßen ein fester Bestandteil und als er 1992 ein zweites Mal die Klasse verlassen musste, geschah dies als “dienstältester” Landesligist. In der eine Klasse tieferen Bezirksoberliga hielt sich der SC aber nur eine Spielzeit auf, ab August 1993 spielte er wieder in der mittelhessischen Landesliga.

Einer der größten Erfolg der Vereinsgeschichte gelang dem SC Waldgirmes in der Saison 2001/2002, als man am Mittwoch, dem 15. Mai 2002, einen Spieltag vor Rundenende Meister der Landesliga Mitte wurde. 18 Siege, 7 Unentschieden und nur 3! Niederlagen war die Bilanz in dieser Klasse, aus der man ein Jahr zuvor beinahe noch abgestiegen wäre. Damit verbunden war der Aufstieg in die höchste hessische Spielklasse, die Oberliga Hessen.

Das erste Oberligajahr allerdings wurde nicht von dem Erfolg gekrönt, den Klassenerhalt zu schaffen und man bezahlte in dieser Saison 2002/2003 sehr schnell Lehrgeld. Ob Verletzungspech, mangelnde Fitneß oder taktische Mängel; am Ende mußte man als Tabellenletzter mit 25 Punkten wieder zurück in die Landesliga Mitte.

Die neunt beste Abwehr reichte nicht zum Klassenerhalt, denn man schoß nur 33 Tore. Doch die Mannschaft blieb zusammen. Bereits im darauffolgenden Fußballjahr 2003/2004 konnte sich der SCW in einem Herzschlagfinale gegen Stadtallendorf durchsetzen und wurde erneut Meister der Landesliga Mitte.

Ein einziges Spiel wurde verloren und nur acht Mal gab es ein Unentschieden gegenüber 21 Siegen. Seit Samstag, dem 05.06.2004 ist der SC Waldgirmes fester Bestandteil der Oberliga Hessen und krönte mehrere erfolgreiche Jahre 2009 mit dem Meistertitel der Hessenliga.

Die zweite Mannschaft spielt seit 1984 in Konkurrenz und sein Weg von der B-Liga bis in die Landesliga Mitte (jetzt Verbandsliga) ist eine Erfolgsgeschichte für sich. Jedenfalls wurde der SCW II Ende der 90er/ Anfang des neuen Jahrtausends mehrmals Meister in seiner jeweiligen Spielklasse. Einer der Gipfel war als die Akteure aus dem Westen der Großgemeinde Lahnau im späten Frühjahr 1996 nach dem Titelgewinn in der A-Liga 1995 auch die Meisterschaft in der Bezirksliga Wetzlar/Oberlahn gelang. Danach war der SCW auch in der Bezirksoberliga Dauergast bis er unter Coach Armin Hickl 2004/2005 als Meister in die Landesliga aufstieg und fördert in diesem Team regelmäßig Talente des Fußballbezirks.

Nach den “Großen” schrieben sich auch die SC-Jugendmannschaften in die Vereinschronik - und das mit markanter Handschrift. Herausragend war dabei die Zugehörigkeit der A-Jugend zur höchsten hessischen Liga, der Landesliga, der sie rund ein Dutzend Spielzeiten seit den späten siebziger Jahren angehörten.

logoDoch neben den Fußballteams besitzt der rund 800 Mitglieder zählende Verein noch andere Abteilungen. Die älteste davon ist die Tischtennisabteilung, bei der etliche Damenmannschaften hessenweit bekannt wurden. Nach der Abteilung Damengymnastik kam die der Skigymnastik hinzu. Als letztes wurde die Abteilung der Radfahrer gegründet. Beide Abteilungen erfreuen sich eines großen Zuspruchs. Doch ein letztes Mal zurück zum Fußball:

Den spielt der SC seit 1974 auf seinem neuen Gelände nordwestlich des Hallenbades. Zu Rasen- und anfangs ein Rotascheplatz gehört auch ein schmuckes Vereinsheim mit einer sehr ansehnlichen Gaststätte. Nach dem Kriegsende hatte man fast 30 Jahre lang auf dem extrem zuschauerfreundlichen Hartplatz "Am Schöffengrund" gespielt, aus dem - längst Legende geworden - Tennisplätze wurden. Gefördert von der Gemeinde Lahnau haben die Vereinsmitglieder den Großteil in Eigenregie im Jahr 2003 einen Kunstrasenplatz erstellt und ließen auch am Rasenplatz noch eine Stehtribüne entstehen, so daß der SCW auf eine der schönsten Sportanlagen im Fußballkreis stolz sein kann.

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